Sailhorse EuroCup der SVUH 2. Tag – Sunhorse führt knapp

Beim Sailhorse EuroCup der SVUH, TOP 5-Event auf Raceoffice, frischte der Wind am zweiten Tag deutlich auf, so dass weitere 5 Wettfahrten durchgeführt wurden. In Führung liegen die Rostocker Dirk Jahnke und Wolfram Vogt auf „Sunhorse”. Knapp, nur einen Punkt dahinter, liegt „Big Deal 2” mit Bruno van der Heide und Dick Klasema, gefolgt von Han van der Hoeven und Reyer van de Griendt auf „Pas de Deux”. Der vierte hat bereits 6 Punkte Abstand, so dass dieses Dreigestirn den Sieg wohl unter sich ausmacht. Bestes Mixed-Team bisher: Inken Greisner und Markus Willkomm auf „Inkus” auf Platz 6..

 

Hier noch einmal alle Infos über EuroCup, Teilnehmer, Veranstalter und Revier.Sunhorse OB

Der EuroCup …

… der Sailhorses wird seit 1976 ausgetragen, jährt sich 2016 also zum 40. Mal. Zum ersten Cup am Ammersee waren 54 Sailhorses aus acht verschiedenen Ländern (Deutschland, Schweiz, Frankreich, England, Dänemark, Griechenland, Belgien und Niederlande) am Start.

Objekt der Begierde und Drohung für die Sieger: Der Pokal. Foto: S. Raich

Objekt der Begierde und Drohung für die Sieger: Der Pokal. Foto: S. Raich

In der Gegenwart sind es jeweils gut 20 Boote, die ihren Besten aussegeln. Dabei sind die gewählten Reviere und Kurse äußerst abwechslungsreich. Ob im Programm der „Kleinen Sneekweek”, der „Rheinwoche”, an der Ostsee oder wie in diesem Jahr auf der Berliner Havel.

Der EuroCup ist keine Ranglistenregatta, deren verschärfte Anforderungen somit nicht zum Einsatz kommen. Auch nicht vermessene Boote sind z. B. herzlich willkommen!

Natürlich wird um die Wette gesegelt, doch auch Ungeübte und absolute Regattaneulinge kommen ebenfalls auf ihre Kosten, es wird Rücksicht genommen. Einfach „draufhalten” gibt es bei Sailhorsern nicht, es geht eher locker zu.

AD Regatta Das Ist Regatta

Teilnehmer

Gemeldet haben bisher, eine Woche vor Start, 25 Boote. 15 aus den Niederlanden, 10 aus Deutschland.

Dabei sind auch die Sieger aus den Vorjahren: „Helter Skelter” mit Hans Keulen und Herman Stockman (2015: 1. Platz, 2014: 4. Platz ) und „Big Deal 2” mit Bruno van der Heide und Dick Klasema (2015: 2. Platz, 2014: 1. Platz).

Auch die bisher besten deutschen Teams „Inkus” (Inken Greisner, Markus Wilkomm – 2015: 10. Platz, 2014: 5. Platz) und „Chergui 2” (Dirk Jahnke, Axel Popp – 2014 3. Platz) treten an. Wobei Dirk Jahnke mit neuem Boot „Sunhorse” (GER 2013) und neuem Vorschoter Wolfram Vogt startet.

Mit dabei sind auch die bisher besten Mixed-Teams: „Flash” mit Eddy Dijkstra und Frouwke Kuiper siegten 2015 (gesamt 3. Platz) und „Inkus” 2014.

Ein besonderes Augenmerk liegt vielleicht auf „Bumme²” mit Tjep von Roen und Sohn Coen, die mit dem ersten neuen Kiel segeln und zunehmend erfolgreicher werden.

Programm

Die Regatta findet an drei Tagen vom 05. bis 07.05.2016 statt. Geplant sind 10 Wettfahrten im olympischen Dreieck und Up-And-Downs. Das seht Ihr aber am besten in unserem Kalender oder gleich in der Ausschreibung.

Dort ist auch das vorgesehene Programm beschrieben:

  • Donnerstag Grillabend (für Regattateilnehmer kostenlos)
  • Freitag Captainsdinner
  • und Samstag Preisverleihung

Wer sich gleich anmelden möchte, kann das hier tun.

Revier

Das Segelrevier Unterhavel ist mit 18 km Länge das größte zusammenhängende und auch attraktivste Segelgebiet Berlins.

Auch wenn die Havel ein Fluss ist: Die Strömung ist mit deutlich unter 1 Knoten/h gering bis vernachlässigbar.

Ankern ist einfach, der Untergrund ist weich.

Das Wasser ist relativ flach, in der Regel zwischen 3 und 5 m. Mit Untiefen auch für die Sailhorse muss insbesondere bei den Havelinseln und Uferausbuchtungen in Havel-Fließrichtung, als an den jeweiligen Südseiten gerechnet werden. Im vorgesehenen Regattarevier „Große Breite” gilt dies insbesondere für die Einfahrt in den Wannsee: Auch als Sailhorser solltet Ihr die grüne Tonne beachten, ehe Ihr Richtung Osten einschlagt.
Von Süden aus ist die kleine Insel Kälberwerder nicht ohne: zwischen Pfaueninsel und Kälberwerder ist es weniger als einen Meter tief. Auch nördlich von Kälberwerder gibt es eine größere Untiefenzone. Solange man aber in der Großen Breite oder im Wannsee bleibt, ist alles kein Problem.

Die Unterhavel ist besonders an den Wochenenden dicht befahren. Berufsschiffe (Ausflugsdampfer, Schubverbände, Frachtschiffe, WaschPo und Feuerwehr) haben grundsätzlich Wegerecht! Ansonsten gelten die normalen Ausweichregeln auf Binnengewässern. In Berlin besteht Führerscheinpflicht, d. h. mindestens ein Crewmitglied muss den Sportbootführerschein Binnen oder die nationale Lizenz seines Verbandes für ein Binnenrevier besitzen.

Der Wind

In Berlin herrscht meist eine stabile Westwind-Wetterlage vor. Im Sommer kommt es selten zu Windstärken über 4 Bft.

Ein sehr stabiles Hochdruckgebiet über Polen bedeutet nord-östliche Schwachwind-Wetterlage. Doch je mehr das Hoch nach Osten wandert, um so besserer östlicher Segelwind ist zu erwarten. Auffrischender Wind bedeutet an den engen Stellen der Unterhavel kräftige Böen!

Beachtenswert ist noch ein Düseneffekt, der bei Süd-West-Wind eine Süd-Nord-Düsenwirkung bewirkt, die den Wind um mindestens 1 Bft. steigert. Nord-Süd-Lage der Unterhavel bedeutet in diesem Fall, dass in Richtung Norden „platt vor Laken” gelaufen wird und nach Süden fleißig aufgekreuzt werden muss.

Veranstalter und Gastgeber …

… des Sailhorse EuroCups ist nach 1984, 1996 und 2012 das vierte Mal die Segler-Vereinigung Unter-Havel e. V. (SVUH). Die Wettfahrtleitung liegt in den bewährten Händen des SVUH-Sportwarts, Marc Rokicki und seinem Team. Marc ist selbst erfolgreicher Regattier auf Folke-Boot und Pirat.

Die SVUH blickt auf eine lange Tradition zurück und feiert 2017 ihr 100-Jähriges. Sie entstammt der Bewegung der Kleinseglervereinigungen, die sich zu dieser Zeit zusammenschlossen, um mit ihren kleinen Jollen Zugang zum Segelsport zu finden. Bis dahin war Segeln wohlhabenden Bürgern vorbehalten, die sich die teuren Rennjachten leisten konnten und den wenigen renommierten Segelvereinen angehörten.

Der Hafen besteht aus 2 Steganlagen mit 70 Liegeboxen für Boote von 6 bis 12 m Länge, in der für die Wettfahrtgäste Platz geschaffen wird.

Auf dem clubeigenen Grundstück befindet sich ein bewirtschaftetes Clubhaus mit einem Clubraum für ca. 80 Personen sowie eine riesige Terrasse mit dem sicherlich schönsten Blick auf die Havel überhaupt.

Auf dem Gelände stehen den Gästen Platz für Zelte und Trailer, eine clubeigene Slipanlage, Duschen, WCs und Werkstätten kostenlos zur Verfügung. Über die befreundete VWG sind auch zwei Vierbettzimmer und zwei Zweibettzimmer im (Gratis-) Angebot. Reservierungen unter (0049) (0)30 30112717 oder kontakt@vwg-berlin.de

Zum Abschluss noch Impressionen aus dem Sailhorse EuroCup der SVUH 2012:

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