Abreißseil, keine einfache Sache

In unserem Artikel „Abreißseil – durchaus wörtlich zu nehmen” haben wir die Wichtigkeit des Abreißseils herausgestellt. Rechtzeitig zur Reisezeit macht uns der ADAC auf eine Änderung (oder einen Fehler?) für die Fahrt in die Niederlande und andere europäische Länder aufmerksam gemacht.

In den Niederlanden ist immer ein Abreißseil für SaF-Boote erforderlich

Danach müssen in den Niederlanden (und weiteren europäischen Ländern ) auch Hänger bis 750 kg zulässigem Gesamtgewicht mit einem Sicherungsseil ans Fahrzeug angebunden werden – und wenn es gebremste Hänger sind, dann eben mit einem Abreißseil. Ungebremste Hänger müssen fest verbunden werden.

Das ist Deutschland praktizierte Verfahren, das Abreißseil lose über die Kupplung zu legen, wenn keine andere technische Möglichkeit existiert, ist im Ausland meist verboten. Dort gibt es aber, auch für Deutschland sinnvolle, Klemmen, die auf die Kupplung geschraubt werden kann („Hilfskupplung”). Wie das aussieht und wie man in den Niederlanden das Abreißseil richtig befestigt, ist beim ANWB schön erklärt.

Auch der ADAC zeigt diese Klemme in einem Merkblatt, dass die Vorschriften „für in Deutschland zugelassene Gespanne, welche im niederländischen, österreichischen oder Schweizer Hoheitsgebiet am Verkehr teilnehmen” zusammenfasst.

Aufbiegbarer Karabinerhaken oder 70 mm Haken gem. DIN 5299?

Hilfskupplung – mit freundlicher Genehmigung des ADAC

Und noch ein Hinweis von Burkhard Böttcher vom ADAC Technik Zentrum: Der aufbiegbare Karabinerhaken darf wohl nicht direkt in eine Öse eingehängt werden, das darf nur mit einem Karabinerhaken 70 mm nach DIN 5299 geschehen, da die Last des aufbiegbaren Karabinerhaken für eine Montage nur mit Seilumschlingung berechnet ist.

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