Ritt auf dem Tegeler See

Der Berlini-Cup des SC Freia auf dem Tegeler See fand unter atemberaubender Beteiligung von 31 gemeldeten Booten statt. Dieser Ansturm machte sich aber eher in den anderen Klassen bemerkbar, bei den Sailhorses blieb das Feld mit 5 Booten überschaubar.

Leider lassen sich die am Tegeler See ansässigen Boote nicht zur Teilnahme motivieren.  Dafür war das Freia-Clubboot diesmal mit einer jungen und leistungsfähigen Jollenmannschaft besetzt, die das Feld von hinten aufrollte. Man hatte das noch aus Anfangs-Beständen stammende Groß gegen ein mittelaltes Segel der Technischen Universität getauscht und trotz suboptimalen Materials einen dritten Gesamtplatz und einen zweiten Platz im letzten Rennen ersegelt. Dies als eindrucksvolle Demonstration an die, die gerne technische und Materialprobleme in den Vordergrund stellen oder meinen, mit ihrem alten Boot gar nicht antreten zu können.

Start der Sailhorse-Klasse – Foto: SC Freia

Der Sonntag überraschte mit Starkwindbedingungen und zahlreichen Gleitfahrten und lieferte so schon einen Vorgeschmack auf den Eurocup in Holland wenige Tage später.

Der Geschwindigkeitsrausch erfasste auch die neue Vorschoterin auf RED HORSE, die sich trotz Rippenprellung durch ein ungeschicktes Manöver ihres Steuermanns nicht vom neu entfachten Regattafieber abbringen liess. Schliesslich konnte man am Sonntag Zottel über eineinhalb Runden auf Distanz halten.


Eine Besonderheit des Berlini-Cups mit seinem souveränen Freia-Wettfahrtleiter Axel Braun ist die Steuerbord-Rundung der Bahnmarken, die er in drei von vier Rennen wählte und damit besondere Herausforderungen an die Regelkunde der Teilnehmenden stellte. Denn eine solche Rundung ändert drei Mal die Vorfahrt bei einer Rundung.


Wie so oft gibt die scheinbar langweilige Tabelle am Ende keinen Eindruck von den wahren Dramen auf dem Wasser wieder.
Der SC Freia bietet bei der Siegerehrung den Erst- und Zweitplatzierten ein heiteres Geschenke-Aussuchen, was in rührender Weise an Fernsehshows der 70er Jahre erinnert und zusammen mit der tollen Gastfreundschaft und exzellenten Versorgung an Grill und Zapfhahn zum einmaligen Reiz dieser Veranstaltung beiträgt.


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