Immer wieder spannend – die 4KWF

von Ralf Wassmuth und Norbert Altenhöner

Die 4-Klassen-Wettfahrt des Berliner WSV 22 fand nach dem Ausfalls 2018 heuer wieder statt. Der neue Sportwart André Ullert stellte eine sehr schön organisierte Regatta mit Schützenhilfe der SVUH auf die Beine. Ohne Varianta war sie allerdings recht klein bestückt. Die stärkste vertretene Klasse war die Sailhorse mit 5 Booten, auf denen Regatta-Neulinge oder nicht eingesegelte Teams vorherrschten.

Der erste Tag

Diese schenkten sich allerdings nichts, wie die Ergebnisse zeigen. 7 bis 10 Kts., aus O bis ONO und Böen um die 12 Kts. eine einzelne Spitze mit 17 Kts. bei 22 bis 26° C – die Segelbedingungen waren angenehm.
Der Dreieckskurs am Eingang des Wannsees war von einer sehr weit ausgelegten Marke 2 und damit langen Halbwindschlägen geprägt. Entsprechend kamen die Spinnaker nicht oder nicht so stark zum Zuge. Prompt holte GECKO mit einigen guten Schlägen in die Windfelder den dritten Platz. Das Erfolgsrezept: „Wir sind einfach nur die Schläge gesegelt, die das blaue Boot auch machte!”
Mit dem „blauen Boot” war der souveräne Sieger INKUS gemeint. Und auch RED HORSE fing SMILEY noch auf dem Weg zur Zielkreuz ab, trotz zweier hier genommener Strafkringel.
Die zweite Wettfahrt zeigte die Spannung diesmal an der Spitze. Hier kam nämlich ZOTTEL als Zweitplatzierte recht nah an INKUS heran.

Der zweite Tag

Im Gegensatz zu den Wetterprognosen zeigte sich Rasmus zunächst äußerst schläfrig. So misslang RED HORSE der Versuch, aus eigener Kraft zum Start auf der Großen Breite zu segeln und musste abgeholt werden. Die anderen Boote ließen sich gleich schleppen.

Gecko bei der Startvorbereitung – Foto: Lothar Dienst

Als alle damit rechneten, dass der Start verschoben oder die Wettfahrten gleich abgebrochen werden müsste, frischte der Wind genau für die Regattazeit auf 10, in Spitzen bis zu 18Kts. auf (man muss auch mal Glück haben).

SMILEY überraschte mit einem sehr guten Start direkt an der Linie, gefolgt von einem sehr weiten Schlag auf die Linke Seite. Die Konkurrenz amüsierte sich noch. Doch SMILEY rechnete mit Ziehern an der Landabdeckung unter Kladow und berücksichtigte zudem den Fahrplan der Wannsee-Fähre, die prompt drei SailhorseS zu Ausweichmanövern zwang. Und siehe da, an der Luvtonne kam SMILEY knapp hier INKUS (sie hatte es noch vor der Fähre geschafft) und mit einigem Abstand vor den nächsten an.
Allerdings haderte SMILEY an der zweiten Kreuz mit der Luvmarke, so dass ZOTTEL wieder den gewohnten zweiten Platz übernahm und INKUS „jagen” konnte. Auch RED HORSE kam wieder heran. Und in dieser Reihenfolge ging es auch ins Ziel.

Start – Foto: Lothar Dienst

In der letzten Wettfahrt kam es auf die Spis an. SMILEY kam wieder nicht um die Luvbahnmarke und musste auf dem Lee-Kurs aufholen. Das gelang allerdings. RED HORSE, nach der Luvtonne noch mit Abstand auf Platz 2, musste, ohne Spi, hinnehmen, dass ZOTTEL und SMILEY unter Spi rasch aufholten.
SMILEYS Angriff auf ZOTTEL wurde allerdings abgebrochen, da ZOTTEL durch geschickte Manöver verhinderte, dass ihr der Wind durch den achterlichen Angreifer genommen wurde. Vor die Wahl gestellt, weiter anzugreifen und durch das Duell mit ZOTTEL wiederum RED HORSE aufkommen zu lassen oder RED HORSE zu kontrollieren, entschied sich SMILEY für die zweite Möglichkeit.
Da durfte keine Fehler auf der Zielkreuz passieren, was auch allen drei Booten gelang. Mit dem Ergebnis, dass ZOTTEL nur 20 Sekunden vor SMILEY lag und RED HORSE mit nur 4 Sekunden folgte.

INKUS konnte diesmal unbehelligt einen 5-Minuten-Vorsprung gegenüber den Duellanten herausfahren und GECKO lag abgeschlagen zurück, obwohl ihre Zeiten immer besser wurde.

Der Weg zurück in die heimischen Häfen war wieder mühsam. Erstens schlief prompt der Wind wieder ein, garniert von Windlöchern und selbst für die Havel große Winddrehern, und zweitens stiegen die Temperaturen in Vorbereitung der Temperaturrekorde der Folgetage. Nach dem Einpacken der Boote ging es dann zur feierlichen Siegerehrung beim WSV am Stößensee.

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